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Aktuelles

Geschäftsbericht 2009 | 14.06.2010

An alle Genossenschafterinnen und Genossenschafter


ewd
Zweiter Geschäftsbericht (01.01. – 31.12.2009)


Strommarktliberalisierung
Die vielen administrativen Auflagen, die uns das StromVG und die StromVV gebracht haben, sind Alltag geworden. Das hat Franz völlig im Griff – selbst das Energiedatenmanagement, das wir als einziges kleineres Werk im Kanton selbständig machen.
Seit einiger Zeit laufen die Vorbereitungen für den nächsten Liberalisierungsschritt für das Jahr 2014. Über die Verbände versuchen wir Einfluss zu nehmen, dass dieser zweite Schritt – wenn er denn schon kommen muss – vernünftiger ausfallen wird, als der erste.

Zusammenschlüsse mit andern Elektras
Die Verhandlungen mit der Elektra Matt konnten im Frühjahr abgeschlossen werden. Per 1.10.2010 sind Aktiven und Passiven an uns übertragen worden und unser Versorgungsgebiet ist damit vergrössert worden. Mit der Vermögensübertragung konnten wir von der Elektra Matt einen Liquidationsüberschuss von Fr. 32‘000.- übernehmen.

Stromnetz
Unser gesamtes Netz, also inklusive jener Teile, die durch die Zusammenschlüsse hinzugekommen sind, ist in einem überdurchschnittlich guten Zustand. Einige wenige, mittlere Investitionen waren in den neu hinzugekommenen Netzen notwendig. Grössere Investitionen waren keine angezeigt.
Wir hatten aufgrund eines Sturmschadens einen einzigen längeren Lieferunterbruch. Zwei kurze Lieferunterbrüche mussten wir infolge von Sanierungsmassnahmen vornehmen.

Elektrische Energie
Der Verbrauch hat auch im Berichtsjahr wieder leicht zugenommen. Erneut war auch beobachtbar, dass zunehmend weniger im NT und umso mehr im HT Energie bezogen wurde.
Mit dem EKT haben wir den Liefervertrag verlängert, denn ihre Lieferbedingungen sind sehr vorteilhaft. Wir haben erneut darauf verzichtet, die elektrische Energie nach vorhersehbaren Mengen selbst oder im Verbund mit benachbarten EWs einzukaufen. Das würde zwar einen leicht günstigeren Preis ergeben, aber anderseits auch unser Risiko erheblich erhöhen.

Wassernetz
Pumpstationen, Reservoire und Leitungsnetz sind im Insgesamt als gut zu beurteilen, die Druckverhältnisse sind mit einer bekannten Ausnahme stabil und die Leitungsverluste halten sich in vertretbaren Rahmen. Leider waren drei Leitungsbrüche zu verzeichnen.
Dringend notwendig war die Sanierung des Leitungsnetzes im Vogelsang. Diese ist nun abgeschlossen und hat Investitionen in der Höhe von Fr. 260‘000.- ausgelöst.
Der Netzteil an der Schärlibachstrasse machte uns schon einige Sorgen und wird daher in diesem Jahr saniert werden.
Die Anlagen für die Lieferung von Wasser an Bichelsee-Balterswil sind im Frühsommer abgeschlossen worden.
Es gibt noch ein Problem – ein altes. Am Tanneggerberg gibt es ein Reservoir, das vor Jahren stillgelegt worden ist. Der Grundstückbesitzer verlangt von uns den Rückbau und wir sind der Meinung, dass es ruhig stehen gelassen werden kann. Wir hoffen, dass wir doch noch zu einer Lösung kommen werden und dass die veranschlagten Rückbaukosten von Fr. 45‘000.- gespart werden können.

Wasser
Unser Wasser ist gut. Das bestätigt das kantonale Labor und das bestätigt unser Brunnenmeister. Harri Wagner arbeitet für uns als Angestellter der PGF. Wir sind mit dieser vertraglichen Regelung sehr zufrieden. Und mit ihm auch. Ich danke Harri für die gute Zusammenarbeit.

Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde Fischingen
Mit der PGF sind die Investitionen bei Erschliessungen und Sanierungen koordiniert worden. So konnte die Sanierung der unteren Schärlibachstrasse auch vorgezogen werden. Im Herbst haben wir in einer Aussprache unsere mittelfristigen Pläne sowie unsere Vorstellungen der Zusammenarbeit offenlegen können.
Der Gemeinderat hat die Initiative ergriffen und erste Gespräche mit allen Beteiligten geführt, um in absehbarer Zeit alle Werke der Strom- und Wasserversorgung zu einem einzigen zusammenzuschliessen.
Ich danke Werner Ibig an dieser Stelle ganz herzlich für die vielen guten Gespräche und der Behörde für die gute Zusammenarbeit.

Lichtwellenleiter
Wie bekannt wollen wir für die Datenübermittlung für Telefon, Radio, Fernsehen und Internet ein sehr leistungsfähiges Netz aufbauen. Zusammen mit dem EKT und der RKO haben wir die verschiedenen Planungsarbeiten organisatorischer, finanzieller und technischer Art vorangetrieben. Dabei hat uns das grosse Interesse der Bevölkerung anlässlich der Demonstrations- und Orientierungsveranstaltung im Herbst in unserer Absicht bestärkt. Allerdings sind noch nicht alle Würfel gefallenen. Ich danke Susanne für ihren Einsatz als Projektleiterin. Sie wird über den Stand des Projektes an anderer Stelle informieren.

Energie-Anlagen
Mit der Unterstützung des Kantons haben wir eine Studie machen lassen, die uns Aufschluss gibt, wie wir mittels Nutzung von örtlich verfügbaren Energiequellen und Effizienzmassnahmen den Grad der Selbstversorgung erhöhen und unser Verbrauchsprofil optimieren könnten. Aufgrund dieser Studie und aufgrund einer Besichtigung von Klein- und Kleinstwasseranlagen im Vorarlberg haben wir die weiteren Vorgehensschritte beschlossen. Unter anderem gehörte die Unterstützung von privaten Initiativen zur Erstellung von 8 kleineren Fotovoltaikanlagen dazu. Zudem sind eine Reihe von Projekten grösserer Energiegewinnungsanlagen vorsorglich eingereicht worden. Ob diese realisiert werden, ist noch völlig offen. Dies hängt von der Gewährung von Subventionen, der definitiven Entscheide der Grundeigentümer sowie von unseren finanziellen und personellen Möglichkeiten ab. Zurzeit beansprucht das Projekt Lichtwellenleiternetz unsere Mittel zu sehr. Die Absicht bleibt jedoch. Wir bleiben dran.
Ich danke Hans-Jürg Meyer für seinen Einsatz in diesem Projekt.

Personelles
Für unsere Genossenschaft arbeiteten im Berichtsjahr:
• Ableserinnen und Ableser:
- Edith Meile
- Fredi Bosshart
- Vreni Schönenberger
- Toni Götte
- Walter Falk
- Sepp Dörig
- Hans Schmalz
Vreni Schönenberger war unseren Kunden während Jahrzehnten als Ableserin wohl bekannt. Im Dezember hat sie zum letzten Mal abgelesen. Wir danken ihr herzliche für ihren Einsatz und wünschen ihr alles Gute.

• Netzkommission
- Hans Schmalz
- Peter Schmid
- Sepp Dörig

• Geschäftsstelle
- Astrid Greuter, die das Büro reinigt
- Monika Vetsch, als Buchhalterin
- Silvia Rüdisühli, als Sachbearbeiterin
- Franz Hämmerli, als GL

Ich danke allen für ihren Einsatz und freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit.

Besonders danke ich Franz. Er hat sich für die Anliegen der Kunden, der Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie des VR engagiert eingesetzt und in einem guten Einverständnis mit den Lieferanten für das Wohl von ewd zusammengearbeitet. Der VR ist mit seinen Leistungen sehr zufrieden.
Aufgrund einer Analyse der Aufgaben, die von der Geschäftsstelle zu erfüllen sind, sowie der Arbeitsrapporte ist der Beschäftigungsgrad für die Geschäftsleitung auf 100% und für die Sachbearbeitung auf 30% gesetzt worden, wobei der Auftragsumfang für die Buchhaltung reduziert wurde.

• Verwaltungsrat
- Susanne Büchi, verantwortlich für Protokoll und Archiv sowie das Projekt LWL
- Roman Kaiser, verantwortlich für die finanzielle Führung
- Hans-Jürg Meyer, verantwortlich für Wasserversorgung sowie die Projekte EEA und Sanierung Bürglen
- Hermann Bürgi, verantwortlich für das Stromnetz und Netzkommission sowie Sanierung Schärlibachstrasse und Erschliessung Dussliger Feld
- Peter Würmli, verantwortlich für die Geschäfte des VR, Personelles sowie für die Projekte Strommarktliberalisierung und Zusammenschlüsse
Ich danke Susanne und meinen Kollegen für ihren Einsatz und die kritischen aber sehr konstruktiven Auseinandersetzungen in den 9 VR-Sitzungen im Berichtsjahr. Ich freue mich darauf, kommende Herausforderungen mit ihnen angehen zu dürfen.



Genossenschafter
Im Berichtsjahr hat es keine freiwilligen Austritte, jedoch fast zwei Dutzend Eintritte gegeben. Die erfreulich hohe Zahl der Eintritte steht vor allem im Zusammenhang mit der Vermögensübertragung der Elektra Matt. Herzlich willkommen. Unsere Genossenschaft hat zur Zeit 209 Mitglieder.


Finanzen
Jahresrechnung und Bilanz sprechen für sich. Wir sind gut bestellt; und darauf wird an anderer Stelle noch näher eingegangen. Wir sind auch gut unterwegs, die finanzwirtschaftlichen Führungsprozesse so in den Griff zu bekommen, dass wir die einzelnen Geschäftsbereiche und bestimmte Führungsprozesse unter finanziellen Gesichtspunkten besser beurteilen können. Zum Beispiel vermuten wir, dass die Erträge aus dem Energiegeschäft die Aufwendungen nicht deckt. Oder es fehlen uns immer noch Zahlen, um den relativen Verwaltungsaufwand zum Beispiel im Wassergeschäft oder – was offenbar noch mehr zu reden gibt – im Stromgeschäft beurteilen zu können.


Schluss
Wir sind mit eingeschlagenen Wegen und erreichten Zielen sehr zu frieden. Ich freue mich auf neue Ziele und ich danke den Genossenschafterinnen und Genossenschafter für das Vertrauen.

Für den VR Peter Würmli
Mai 2010




Die Einladungen gehen exklusiv an Genossenschafter ewd (gemäss unseren Statuten)

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